Bluthochdruck – Behandlung von Hypertonie
Bluthochdruck (Hypertonie von griechisch hyper=über) ist eine zu Recht gefürchtete Krankheit. Der Bluthochdruck kommt schleichend und für die Patienten meistens kaum merklich bzw. gänzlich unbemerkt. Im verborgenen kann der zu hohe Druck schädigend auf die Gefäße wirken. Deshalb spricht man auch vom „Silent Killer“ – und deshalb ist es so wichtig, den Blutdruck zu überwachen und gegebenenfalls regulierend einzugreifen.
Bluthochdruck Symptome
„Bluthochdruck? Ich doch nicht …“ So denken die meisten über sich. Ich möchte Ihnen natürlich keinen Schrecken einjagen, aber möglicherweise ist in Europa rund die Hälfte der Menschen von Hypertonie betroffen. Wie schon beschrieben, Sie bemerken Bluthochdruck nicht, er tritt zunächst symptomfrei auf. Er kann von Symptomen wie Nervosität, Schwindel oder Kopfschmerzen begleitet sein – muss es aber nicht. Deshalb ist es wichtig, hier sehr genau abzuklären.
Welche Folgeerkrankungen können durch Hypertonie entstehen?
Dauerhaft erhöhter Blutdruck kann fast alle großen Organsysteme schädigen und dort schwerwiegende Folgeerkrankungen auslösen.
Herz und Gefäße
- Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt durch Atherosklerose der Herzkranzgefäße.
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz) durch dauernde Mehrarbeit und Verdickung des Herzmuskels mit späterer Erweiterung der linken Herzkammer.
- Herzrhythmusstörungen, insbesondere Vorhofflimmern, mit erhöhtem Schlaganfallrisiko.
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK, „Schaufensterkrankheit“) in Beinen/Armen.
- Aortenaneurysma (Erweiterung der Hauptschlagader) und Risiko einer Aortendissektion.
Schädigungen des Gehirns durch erhöhte Blutdruckwerte
Schlaganfall durch Gefäßverschluss (ischämischer Schlaganfall) oder Gefäßriss mit Hirnblutung.
Vaskuläre Demenz durch dauerhafte Schädigung der kleinen Hirngefäße und chronische Durchblutungsstörungen.
Nieren
Chronische Nierenschädigung bis hin zur terminalen Niereninsuffizienz mit Dialysepflichtigkeit.
Nierenschaden erhöht wiederum den Blutdruck, was die Nieren weiter schädigt.
Augen
Schädigung der Netzhautgefäße
Warum ist die frühe Behandlung der Hypertonie von großer Bedeutung für die Gesundheit?
Viele der typischen Folgeerkrankungen von Bluthochduck entstehen schleichend und machen lange kaum Beschwerden.
– Gut eingestellter Blutdruck senkt das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche, Nierenschäden und Demenz deutlich.
Wenn du magst, kannst du mir deine (anonymisierten) Blutdruckwerte und bekannte Vorerkrankungen nennen, dann kann ich dir das individuelle Risiko und sinnvolle nächste Schritte einordnen.
Was empfiehlt die Herzstiftung bei Bluthochdruck?
Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt bei Bluthochdruck vor allem konsequente Lebensstilmaßnahmen plus – je nach Höhe der Werte und Risiko – eine medikamentöse Behandlung, mit Zielwerten in der Regel unter 140/90 mmHg, bei vielen Menschen auch niedriger.
Hoher Blutdruck: Ursachen
Wie entsteht überhaupt der gesunde Blutdruck?
Während das Herz seine Arbeit verrichtet (Herzzyklus) gibt es zwei Phasen:
- Systole– das ist die Pump-Phase, in der sich der Herzmuskel zusammenzieht
- Diastole – das ist die Füllungsphase.
Es herrschen also wechselweise zwei Druckphasen: Der höhere systolische Druck wird in der Phase aufgebaut, in der sich der Herzmuskel zusammenzieht und das Blut in die Adern (medizinisch: Gefäße) pumpt. Der niedrigere diastolische Druck tritt auf, wenn sich das Herz nach dem Pumpvorgang wieder weitet, um frisches Blut aufzunehmen und in den Kreislauf zu bringen.
Die dem Herzen nahen, großen Schlagadern und die als Widerstandsgefäße bezeichneten Organschlagadern (Arterien) sind dazu da, die Druckverhältnisse so gut wie möglich auszugleichen. Wer gerade Sport treibt, benötigt einen anderen Blutdurchsatz als jemand, der meditiert.
Solange die Gefäße gut durchlässig und elastisch sind, funktioniert die Selbstregulation des Blutdrucks in der Regel gut. Anders aber ist es, wenn Engpässe in den Gefäßen entstehen (Arteriosklerose, das sind Ablagerungen) und wenn die Elastizität der herznahen, großen Schlagadern und der Organschlagadern nachlässt.
- Zu enge Gefäße lassen nicht mehr dieselbe Menge an Blut durch
- Unelastische Gefäße gleichen die Blutdruckspitzenwerte nicht mehr gut aus
Bluthochdruck Formen
Isolierte systolische Hypertonieliegt vor, wenn der systolische Blutdruck (Pumpphase des Herzens) einseitig steigt, der diastolische Blutdruck aber niedrig bleibt oder sogar sinkt.
Primäre Hypertonie („klassischer“ Bluthochdruck) tritt mit zunehmendem Lebensalter häufig auf. Hier steigen sowohl der systolische als auch der diastolische Blutdruck in ungesunde Höhen an.
Bluthochdruck Risikofaktoren
- Ungesunder Stress ist ein Risikofaktor für erhöhten Blutdruck. Warum? Weil der Körper auf Angriff oder Verteidigung schaltet, die angebotene Energiemenge aber nicht umgesetzt werden kann.
- Übergewicht, Rauchen, zu häufiger Alkoholgenuss und überwiegend sitzende Tätigkeiten (Bewegungsmangel) sind natürlich ebenfalls Faktoren, die durch Ablagerungen in den Gefäßen zu hohen Blutdruck bedingen können – aber sie sind es nicht ausschließlich und nicht bei jedem. Der eine kommt mit einer Belastung besser zurecht, der andere entwickelt auch ohne jeden Risikofaktor eine Hypertonie. Deshalb ist die regelmäßige Überwachung des Blutdrucks so wichtig, um schon frühzeitig eine Tendenz zu erkennen, bevor sich aus ihr ein gesundheitliches Problem manifestiert.
Behandlung von Bluthochdruck
Bei einem gefährlich angestiegenen Blutdruck kann zunächst eine medikamentöse Einstellung erforderlich sein, um durch Hochdruck bedingte Folgeerkrankungen (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes) möglichst auszuschließen bzw. das Risiko zu minimieren. Je nach Art bereits aufgetretener Begleiterkrankungen – Adipositas (med. Begriff für Übergewicht), Diabetes, Nierenerkrankungen usw. – setzt die Therapie an.
Was sind klassische blutdrucksenkende Medikamente?
- Antihypertensiva wie ACE‑Hemmer und Angiotensin‑II‑Rezeptorblocker (Sartane), die das Renin‑Angiotensin‑Aldosteron‑System modulieren, Gefäße erweitern und das Fortschreiten kardiovaskulärer und renaler Schäden bremsen
- Kalziumantagonisten entspannen die glatte Gefäßmuskulatur durch Blockade von Kalziumkanälen
- Diuretika senken über eine vermehrte Ausscheidung von Wasser und Salz das zirkulierende Blutvolumen und reduzieren so den Druck in den Arterien
- Betablocker verringern Herzfrequenz und Kontraktilität, schirmen das Herz vor Stresshormonen ab und sind besonders bei gleichzeitiger koronarer Herzkrankheit oder Herzinsuffizienz bedeutsam
- Alpha‑Blocker, Alpha‑2‑Agonisten, Aldosteronantagonisten oder Reninhemmer sind seltener eingesetzte Blutdrucksenker; sie ergänzen das therapeutische Angebot in speziellen Konstellationen
Bluthochdruck senken
Als Internisten geben wir unseren Patienten Empfehlungen, wie sie mit möglichst wenig Medikamenten – und im besten Fall natürlich ganz ohne – ihren Blutdruck senken können.
Lebensumstellung mit stark positivem Effekt
- Mit dem Rauchen aufhören
- Ernährung umstellen (keine Sorge, wir reden nicht von strenger Diät)
- Alkoholkonsum auf ein vertretbares Maß senken
- Bewegung in den Alltag einbauen
- Gewicht reduzieren
- Chronischen Stress abbauen
Dies sind vielfach bewährte Maßnahmen, mit denen unsere Patienten sofort beginnen können. Je früher eine Umstellung der Lebensgewohnheiten vorgenommen wird, desto besser natürlich.
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Ein chronisch erhöhter Blutdruck schädigt das Myokard und erfordert eine präzise Überwachung der Pumpfunktion. Herr Arshak Asefi, MD, untersucht als Ihr Kardiologe in Frankfurt mittels Echokardiografie die Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System.
Adresse
Facharztzentrum International
Schillerstraße 31
(Eingang Taubenstraße 1)
60313 Frankfurt
info@med-ffm.com
Telefon: 069 -2731665-0
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