Psychosomatik

Wie Patienten und Ärzte von psychosomatischer Medizin profitieren

Psychosomatik kommt von griechisch ψυχή = Psyche (Seele) und σῶμα = Soma (Körper). Facharzt für Psychosomatik zu sein, das sollte zumindest von der Haltung her für jeden Mediziner gelten.

Wie wollte man den Menschen auch aufteilen in Psyche und Soma?

Während Sie z. B. einen Text lesen, interpretiert nicht nur Ihr Verstand den Inhalt. Auch auf der körperlichen Ebene gibt es Reaktionen.
Formulierungen, die uns stimmig erscheinen, bewirken ein Gefühl der Zustimmung. Inhalte, die unseren Wertvorstellungen zuwiderlaufen, lösen entsprechende Abwehrhaltungen aus, z. B. Anspannung.
So ist es natürlich nicht nur mit geschriebenen Inhalten. Auch die Kommunikation mit Vorgesetzten und Kollegen, mit der Familie und mit Freunden ist ein Wechselspiel aus bewussten kognitiven Leistungen und – meist – unbewussten Reaktionen auf der somatischen Ebene.

Psychosomatische Erkrankungen werden oft auch als funktionelle Störungen bezeichnet. Tatsächlich zeugt die Psychosomatik von einer intakten Einheit von Seele und Körper. Sehen wir uns näher an, was Psychosomatik ist:

Was ist Psychosomatik?

Der Begriff Psychosomatik beschreibt eine Tatsache, die so alt ist wie die Menschheit: Seele (Psyche) und Körper (Soma), sind eine Einheit. Wer die Seele umfassend behandeln will, bezieht den Körper mit ein; umgekehrt lassen sich die meisten körperlichen Erkrankungen und Störungen am besten erfassen und behandeln, wenn die Psyche beachtet wird.

Soma und Psyche – Beispiele für ihre Verbindung

Psychosomatische Erkrankungen

Seelische Belastungen (Konflikte aller Art), sind in den meisten Fällen mit körperlichen Beschwerden verbunden. Wer Patienten nur auf der körperlichen Ebene untersucht, übersieht daher einen wesentlichen Teil. Einige Beispiele für typische psychosomatische Erkrankungen:

  • Stoffwechselstörungen
  • Bauchschmerzen
  • Migräne
  • Rückenschmerzen
  • Verspannungen
  • Allergien
  • Luftnot
  • Schwindel
  • Ohrensausen (Tinnitus)
  • Herzrhythmusstörungen

Auch wenn es für die hier gezeigten Störungsbilder vereinzelt auch rein organische Gründe geben kann, so lohnt sich im Sinne der ganzheitlichen Medizin stets der Blick auf den Menschen als lebendige Einheit.

Psychosomatik funktioniert in beide Richtungen: von der Seele zum Körper und vom Körper zur Seele

Psychosomatische Gesundungsprozesse gibt es ebenso wie psychosomatische Erkrankungen.

  • Den Kopf freibekommen
  • Sich Luft machen
  • Den Rücken freihalten
  • Die Last von den Schultern nehmen
  • Dampf ablassen
  • Ruhig Blut
  • Klarsehen
  • Orientierung gewinnen
  • Ein Herz und eine Seele sein
  • Übersicht gewinnen

Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie die Sprache seelische Abläufe mit Bildern aus dem körperlichen Bereich bezeichnet.

  • Wer den Kopf freibekommt, also ein lange bestehendes Problem löst, hat in der Regel auch keinen Spannungskopfschmerz mehr.
  • Wer beruflich wie privat zu mehr Gelassenheit findet, entlastet sein Herz.
  • Wer für seine Anliegen eintritt, verbessert auch körperlich seine Haltung und stärkt den eigenen Rücken.

Im internationalen Facharztzentrum nutzen wir die vielen Gesundungsmöglichkeiten, die sich parallel zur Schulmedizin anbieten. Wir arbeiten in diesem Sinne ganzheitlich.

Ganzheitliche Medizin sowohl hinsichtlich der Behandlungsarten als auch der Wechselwirkungen

Ganzheitliche Medizin heißt für uns:

  • Wir praktizieren sowohl Schulmedizin als auch alternative Medizin
  • Wir beachten sowohl die somatische Diagnostik als auch die Psyche
  • Wir interessieren uns für und handeln nach dem Prinzip der Salutogenese (Aaron Antonovsky)