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Salutogenese

Salutogenese ist die Lehre von der Gesundwerdung des Menschen. Sie unterscheidet sich von der Pathogenese, die nach den Ursachen von Krankheiten fragt. In der professionellen schulmedizinischen Anamnese ist die Erhebung der Pathologie zwar unerlässlich; in jenem Bereich jedoch, in dem der Arzt organisch nichts finden kann, die Patienten aber dennoch über Schwindel, Kopfschmerzen oder schlechten Schlaf berichten (Psychosomatik), ist die Salutogenese ein hervorragendes Konzept.

Erfahren Sie, was uns viel bedeutet – und was (nur) auf den ersten Blick wie ein Widerspruch wirken könnte:

Wir wollen an der Gesundheit verdienen

Wer sich das Berufsbild des Arztes ansieht, könnte meinen: Ärzte werden für Krankheiten bezahlt. Außerdem könnte man auf die Idee kommen, dass Prävention von Krankheiten dem Geschäft des Mediziners schaden würde.

Wir sehen das anders. Wir wollen unser Arzthonorar damit verdienen, dass wir unseren Patienten zu einer stabilen Gesundheit verhelfen und sie darin stabilisieren.

Das setzt voraus, dass wir die Menschen, die uns ihr Vertrauen schenken, regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen sehen. Also auch dann, wenn sie eben keine Patienten sind, sondern Gesunde. Lesen Sie hier mehr über die Möglichkeit, einen medizinischen Checkup durchzuführen.

Zentrale Salutogenese-Frage:

Im Salutogenesekonzept gibt es eine zentrale Gesundheitsfrage. Diese zentrale Frage hat mit unserer Haltung zu tun. Wir fragen uns nicht (nur): Was hat diesen Menschen krank werden lassen? Wir fragen uns gemeinsam mit dem Kranken:

Was wird Sie gesund werden und gesund bleiben lassen?

Hippokrates sagte sinngemäß, dass Menschen krank sind, weil sie dummerweise vieles tun, was sie am Gesundwerden hindert.

Somit stellen wir immer wieder auch Fragen wie:

  • Was lässt Sie gesund werden?
  • Wie können Sie sich selbst und andere mit Gesundheit anstecken?
Health, Stress, and Coping

Health, Stress, and Coping, Aaron Antonovsky

Zu internationaler Bekanntheit hatte es der israelische Sozialwissenschaftler Aaron Antonovsky gebracht, der mit seinem Salutogenese-Konzept ganz unspektakulär vieles auf den Kopf stellte, was in der Medizin bis dato (1970er Jahre) anerkannt war. Antonovsky regte zur der Frage an, was Menschen gesund sein und gesund bleiben lässt.

Diese Frage führt bei jedem Menschen unweigerlich zu einem spontan einsetzenden inneren Suchprozess. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die gesundheitsförderlichen Umstände. Und das ist ein entscheidender Schritt in Richtung Genesung.