Bewegung am Arbeitsplatz
Die App aus dem Facharztzentrum International in Frankfurt ist eine Einladung an gesunde Menschen (also Personen, deren Gesundheit ärztlich so abgeklärt ist, dass nichts gegen moderate Bewegung zwischendurch spricht), das statische Sitzen durch „minimal-invasive“ Aktivitäten zu unterbrechen und dem Körper wohldosierte Aufmerksamkeit und kleine Bewegungseinheiten zu schenken.
Büro-Bewegungs-Impulse
Kurze präventive Bewegungsübungen zur Unterbrechung langer sitzender Tätigkeiten. Ohne Geräte durchführbar.
Bewegung am Arbeitsplatz: Kardiologische Relevanz und ergonomische Maßnahmen
Langes Sitzen und statische Haltungen sind nicht gesund. Doch sie sind ein häufig beobachtetes Phänomen im Büroalltag. Aus internistischer und arbeitsmedizinischer Sicht stellt dieses sedentäre Verhalten einen Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar. Dieser Artikel beleuchtet die physiologischen Zusammenhänge zwischen Bewegungsmangel und kardiologischer Gesundheit und definiert präventive Maßnahmen für den Arbeitsplatz.
Pathophysiologie: Auswirkungen von Bewegungsmangel auf das Herz-Kreislauf-System
Der Organismus benötigt regelmäßige Muskelaktivität zur Aufrechterhaltung der metabolischen Homöostase. Dauerhaftes Sitzen reduziert den Energieverbrauch, verlangsamt den Fettstoffwechsel und beeinträchtigt die Insulinsensitivität.
Klinisch relevante Folgen eines inaktiven Arbeitsstils sind:
- Hypertonie (Bluthochdruck): Mangelnde vaskuläre Dynamik erhöht den peripheren Widerstand.
- Orthostatische Beschwerden: Schwindel oder Unwohlsein durch unzureichende Venenpumpen-Aktivität.
- Erhöhtes Arteriosklerose-Risiko: Begünstigt durch Fettstoffwechselstörungen.
- Muskuloskelettale Dysbalancen: Führen zu Rückenschmerzen und Verspannungen, die wiederum Stresssymptome verstärken können.
Ergonomische Intervention und „Active Office“
Zur Risikominimierung ist die Integration dynamischer Elemente in die Arbeitsumgebung essenziell. Ziel ist die Unterbrechung statischer Sitzphasen („Sitzunterbrechung“).
Empfohlene Maßnahmen und Geräte
Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung fördert die Prävention:
- Höhenverstellbare Schreibtische: Ermöglichen den Wechsel zwischen Stehen und Sitzen (Steh-Sitz-Dynamik).
- Dynamische Sitzmöbel: Pendelhocker oder Kniestühle aktivieren die Rumpfmuskulatur.
- Deskbikes: Ermöglichen moderate Bewegung während leichter Bürotätigkeiten.
Bürogymnastik und Mikro-Pausen
Kurze, effektive Übungen sollten fest in den Tagesablauf integriert werden:
- Aktivierung der Wadenpumpe zur Förderung des venösen Rückstroms.
- Schulterkreisen und Dehnübungen zur Thoraxöffnung.
- Nutzung von Treppen anstelle des Aufzugs zur kardialen Stimulation.
Indikation zur kardiologischen Diagnostik
Sollten trotz ergonomischer Anpassungen Symptome auftreten, ist eine medizinische Abklärung indiziert. Warnsignale wie Dyspnoe (Atemnot), thorakales Druckgefühl, Herzrasen (Tachykardie) oder wiederkehrende Erschöpfungszustände erfordern eine differenzierte Diagnostik.
In unserer kardiologischen Privatpraxis in Frankfurt (Facharztzentrum International) bieten wir spezialisierte Untersuchungen an, um die individuelle Belastbarkeit zu prüfen und organische Ursachen auszuschließen:
- Ruhe- und Belastungs-EKG (Ergometrie)
- Echokardiographie (Herzultraschall)
- Duplexsonographie der gefäßführenden Regionen
- Präventive Check-ups und Risikostratifizierung (z.B. SCORE2)
Ein frühzeitiges Stressmanagement und die Optimierung des Lebensstils sind die Säulen einer effektiven Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen.
